Suchtprävention


  • arbeitet vorrangig im Bereich der Primärprävention zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und allgemein zur Stärkung der Persönlichkeit.

  • möchte die schützenden Faktoren stärken, die einen späteren Suchtmittelmißbrauch verhindern können.

  • muß frühzeitig einsetzen, ursachenorientiert, ganzheitlich und langfristig angelegt sein und kontinuierlich und zielgruppenbezogen durchgeführt werden.

  • geht drogenunspezifisch vor.

  • ist Teil einer Gesamtkonzeption zur Gesundheitsförderung.

  • richtet sich (im Unterschied zur Suchtbehandlung) an alle gesunden Menschen. Einer Sucht vorbeugen kann und muß man, bevor sie sichtbar wird, bevor ein manifestes Suchtverhalten vorhanden ist.

  • möchte Menschen helfen, eigene Lebensbewältigungsstrategien zu entwickeln, die in kritischen Lebensphasen zum Tragen kommen. Dadurch kann verhindert werden, daß sie zu Betäubungsmitteln greifen, um Probleme zu bewältigen.

  • setzt sich u.a. mit folgenden Fragen auseinander: ,,Wie gehe ich mit Enttäuschungen, Verletzungen oder Konflikten um?"; "Wie selbstbewußt bin ich?"; ,,Welche Ziele habe ich in meinem Leben?"; ,,Worin liegt für mich der Sinn im Leben?"; ,,Was bewegt mich, wenn ich an meine Zukunft denke?"
    Je mehr sich Menschen mit sich und ihrem Leben positiv auseinandersetzen, desto weniger werden sie versuchen, sich zu betäuben.

  • stellt nicht das Suchtmittel und die daraus resultierenden Gefährdungen in den Mittelpunkt, sondern versucht Zugang zu den persönlichen, kreativen Möglichkeiten zu eröffnen, die es ermöglichen, Erfolgserlebnisse und Lebensfreude zu erfahren.

  • ist kein statischer Zustand, sondern ein lebenslanger Prozeß.

  • heißt kritische Auseinandersetzung mit Genuß und Genußmitteln.

  • ist kein Spezialfeld für Experten, sondern Aufgabe aller am Erziehungsprozeß Beteiligten.

  • kann nur von Menschen geleistet werden, die die Zielgruppe über einen längeren Zeitraum begleiten, z.B. Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter, etc.

  • muß deshalb z.B. in die Ausbildung von Lehrern, Medizinern, Erziehern, Sozialarbeitern integriert werden.
    Eltern müssen entsprechende Kenntnisse erhalten.

  • wird effektiver, wenn Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und Einzelpersonen bzw. Institutionen in diesem Bereich vernetzt werden.

  • ist regional zu strukturieren (z.B. im Stadtteil, Stadt, Landkreis).

  • ist eine wichtige politische Aufgabe, geht es doch darum optimale Lebens- und Entwicklungsbedingungen für Menschen zu schaffen.

  • muß sich deshalb um eine Lobby im sozialen und politischen Bereich bemühen.


  • Die Fachstelle für Suchtprävention bietet folgende Dienstleistungen an:

    • Beispielhafte Planung und Durchführung von erlebnisorientierten und informativen Veranstaltungen in Kindergärten, Konfirmanden- und Jugendgruppen sowie Vereinen

    • Mitarbeit in Schulen (z.B. bei Projekttagen und im Unterricht)

    • Öffentlichkeitsarbeit (Kontakt zu Presse und Rundfunk)

    • Schulung von Multiplikatoren (Jugendliche, Eltern, Lehrer, MitarbeiterInnen in Kindergärten, Vereinen und Jugendeinrichtungen)

    • Vortrags- und Gesprächsangebote in Volkshochschulen und anderen Bildungseinrichtungen

    • Mitarbeit in Arbeitskreisen zur Vermittlung und Schaffung präventiv wirkender Strukturen

    • Bereitstellung von Medien (Fachliteratur, Filme, Plakate, Spiele, Broschüren etc.)

    Fachstelle für Suchtprävention
    Diakonisches Werk
    Eschwege/Witzenhausen

    Harald Nolte, Sozialpädagoge

    Neuer Steinweg 9, 37269 Eschwege

    Tel. 0 56 51 / 7 61 02 Fax 0 56 51 / 7 63 37
    E-mail: Suchtpraevention@t-online.de


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