"KlarSicht" gibt Durchblick

Neuer Mitmach-Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Tabak- und Alkoholprävention

Klar sehen, den Durchblick haben, sich nichts vormachen und unabhängig sein. Diese Ziele verlieren Jugendliche vor allem dann aus den Augen, wenn sie rauchen und/oder Alkohol trinken.

Zur Förderung einer kritischen Haltung zu Zigaretten und Alkohol hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein neues Medienangebot entwickelt. "KlarSicht" heißt der neue interaktive Mitmach-Parcours, der sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren richtet. Der Parcours ergänzt die beiden BZgA-Jugendkampagnen "rauchfrei" und "Bist du stärker als Alkohol?".

Der Parcours besteht aus sieben Stationen, an denen sich Jugendliche durch spielerische Aktionen mit den Suchtmitteln Tabak und Alkohol kritisch auseinandersetzen. An allen Stationen stehen Moderatoren bereit und informieren und diskutieren mit den jungen Menschen. Auf diese Weise wird Fachwissen vermittelt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zur Diskussion und Reflexion ihres eigenen Verhaltens angeregt. Da sich gerade in dieser Altersgruppe viele Jugendliche in einer Phase des Experimentierens mit Suchtmitteln befinden, erhalten sie durch die interaktive Auseinandersetzung mit den Themen Tabak- und Alkoholkonsum sachliche Informationen, lernen aber auch durch praktische Erfahrungen.

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So erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise an der Station "Drunk Buster" quasi einen Rausch. Sobald sie den "Drunk-Buster", vergleichbar mit einer Taucherbrille, aufsetzen, wird ihre Wahrnehmung und Koordinationsfähigkeit eingeschränkt. Es geht ihnen so, als ob sie drei oder vier Alkopops getrunken hätten (0,8 bis 1,5 Promille). Sie merken, wie schwierig es ist, einfachste Dinge zu bewältigen, z.B. einen Hindernis-Parcours. Dies ist eine Erfahrung, die meist nachhaltiger wirkt als ein eindringlicher Vortrag. "Mit dem neuen Mitmachparcours "KlarSicht" wollen wir junge Menschen sehr direkt ansprechen, um sie über die Wirkungen und Suchtpotentiale legaler Suchtmittel zu informieren", erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "In einer Lebensphase, in der viele Jugendliche mit dem Rauchen beginnen und ihren ersten Alkoholrausch erfahren, müssen altersgerechte Präventionsangebote vorhanden sein, damit sich junge Menschen durch Rollenspiele, Pantomime, Diskussionen und Fragen mit Kopf und Herz einbringen können. So erhalten sie Entscheidungshilfen für ein gesundheitsförderliches Verhalten und reflektieren ihr eigenes Konsumverhalten."

Eingesetzt wird der Mitmach-Parcours vor allem im schulischen Bereich. In Hessen war der Parcours an einer Schule in Reinheim und vom 13. - 14.7.05 in der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf.

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