Nichtrauchen ist cool!

Die Valentin-Traudt-Schule aus Großalmerode überzeugte mit ihrem Schulprojekt die Jury beim dritten hessenweiten Suchtpräventionswettbewerb Der Impuls und gewann ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro.

Tabakprävention – Rauchfreie Lebenswelten vor Ort so lautete das Motto des diesjährigen Wettbewerbes, initiiert von der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen (HLS) und der DAK Hessen/Thüringen, der nun zum dritten Mal in Folge innovative suchtpräventive Projekte und Aktivitäten auszeichnet. Gerd Krämer, Staatssekretär im Hessischen Sozialministerium, überreichte im Auftrag von Frau Lautenschläger, der hessischen Sozialministerin und Schirmherrin des Wettbewerbs, die Auszeichnungen und Preise an die Gewinner und betonte: Das Rauchverbot an hessischen Schulen ist ein wichtiger Meilenstein in einer nachhaltigen und systematischen Suchtvorbeugung an Schulen. Eine dauerhaft erfolgreiche Tabakprävention muss jedoch noch weiter gehen: Nicht nur gesetzgeberische Maßnahmen, sondern auch die Gestaltung von Lebenswelten im Schul- und Freizeitbereich und das Vorbildverhalten der Eltern sind erforderlich, um das Nichtrauchen zur allgemein anerkannten und erstrebenswerten Verhaltensnorm zu machen.

Das Gewinnerprojekt aus Großalmerode beihaltet drei wesentliche Aspekte:

Die Peer Fighters, eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der neunten und zehnten Klasse, die nach dem Konzept von peer education arbeiten und für die Belange der Schüler kämpfen möchten. Sie durchlaufen ein Mediationstraining, führen Konfliktlösungs- bzw. auch Beratungsgespräche mit Schülern und Schülerinnen, organisieren und betreuen jährlich einmal den Nichtraucherwettbewerb be smart - don't start , indem sich teilnehmende Klassen verpflichten für ein halbes Jahr nicht zu rauchen, verwalten und vermieten den Erlebensparcours der Schule (ein Parcours zur Schulung der Sinne), führen in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtprävention Informationsveranstaltungen für Eltern und Lehrer durch und führen Spielenachmittage für die Klassen 5-7 zur Förderung der Schulgemeinschaft durch.

Raucherentwöhnungskurse für Jugendliche werden nach Bedarf von der Beratungslehrerin für Suchtprävention angeboten. Außerdem werden die rauchenden Schüler sehr eng durch das Programm Auf dem Weg zur rauchfreien Schule begleitet. (Gespräche, Hausordnung zum Rauchen, Fragebögen, survival-packets, Poster und Postkarten, Maßnahmenkatalog)

Der dritte Schwerpunkt des Beitrages ist eine aktive Pausenbeschäftigung als Alternative zum Rauchen mit dem Ziel, interessante, anregende und aktive Pausenbeschäftigung an Spielgeräten in und außerhalb des Schulgebäudes zu installieren, die die Schüler vom Rauchen ablenken sollen. Dazu gehört das Angebot der Schul- und Stadtbücherei, Einrichtung von Pausenmusik sowie die Nutzungsmöglichkeit von Tischtennisplatten, Kickern und Billardtische. Dieses Angebot soll in Zukunft auch noch erweitert werden.

Die Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtprävention in Eschwege durchgeführt.