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Tobi und die Stadtparkkids
Ein Kobold und seine coole Band
Produktion: neue deutsche Filmgesellschaft ( www.ndf.de)
in Zusammenarbeit mit:
Deutschen Krebshilfe,
Deutschen Lungenstiftung,
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( www.bzga.de) und dem ZDF ( www.zdf.de)
 
Inhalt:
Tobi, der Kobold, und seine Freunde die Stadtparkkids sind eine verschworene Gemeinschaft, eine coole Band mit variationsreichem, selbstkomponiertem Musikrepertoire. Tobi ist Schlagzeuger und der gute Geist der Band. Matze Marder beherrscht kein Instrument und steht allein deshalb eher abseits, ist aber in anderen Lebensbereichen erfahrener als die Musiker. Melanie Karniggel ist zurückhaltend und traut sich wenig zu, wächst aber über sich hinaus, wenn sie ihre beste Freundin verteidigen muß. Kiki, das Eichhörnchen, die beste Freundin, ist übersprudelnd vor Lebensfreude, schießt aber in ihrer spontanen Art manchmal übers Ziel hinaus. Moppel Maulwurf ist der Musikalischste der Band, aber eher schweigsam und
zurückhaltend. Er verehrt die flippige Kiki, würde sich jedoch niemals trauen, ihr das zu zeigen. Ecki Elster nimmt das Leben leicht, sein Stil ist der Rap. Arbeit wird so nebenbei erledigt - immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen.
Tobi, der kleine Kobold, ist neu im Stadtpark, wo er umwelttechnisch Gutes tun soll, um sich den nächsthöheren Koboldgrad zu verdienen. Er beobachtet, wie die Stadtparkkids für Matze, den Marder, arbeiten und Essen beschaffen müssen, denn Matze will als anager der Stadtparkband bezahlt werden. Diese Frondienste kann Tobi nicht mit ansehen. Er stellt sich auf die Seite der Kids und macht sich damit Matze Marder zum Feind. Aber er hat vier dicke Freunde gefunden, mit denen sich prima Musik machen läßt.
Im Alltag der Stadtparkkids gibt es wie bei allen Kindern kleine Streitereien, Mißverständnisse, Versuche, den anderen zu imponieren, Eifersucht und Frust, wenn etwas nicht klappt. Die Lösung ihrer Probleme finden die Stadtparkkids letztlich ganz alleine. Jeder entdeckt für sich, daß er stark genug ist, seine Konflikte zu lösen, daß er auch zu seinen Schwächen stehen darf und daß Suchtmittel ganz gewiß keine Problemlösung sind.
Der Titelsong (gesungen von der Gruppe "ECHT") und die in die Handlung eingestreuten Songs greifen die Inhalte der einzelnen Folgen noch einmal musikalisch auf und laden zum Mitsingen ein:
 Sie gehen zusammen durch dünn und dick
Tobi und die Stadtparkkids.
Sie haben 'ne Band, denn sie lieben Musik
Tobi und die Stadtparkkids.
Sie streiten auch mal, das gehört dazu,
sie sind ganz genau wie ich und du.
Und ganz egal, was passiert,
es kommt darauf an,
daß man Freunde hat,
auf die man sich verlassen kann.
(Text: Edith Jeske, Musik: Jens Fischer,
gesungen von "Echt")
Hintergrund:
Suchtprävention im Grundschulalter
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( www.bzga.de ) informiert
Was kann Suchtprävention tun, um Kinder und Jugendliche vor Suchtgefahren zu schützen?
Moderne Suchtprävention zielt darauf ab, Kinder frühzeitig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.Sie folgt dem Grundverständnis, daß allein die Tatsache, daß es Suchtmittel gibt, nicht süchtig macht. Vielmehr sind die Gründe für Suchtverhalten vielfältig und finden ihren Ursprung zum großen Teil schon in der frühen Kindheit. Aus diesem Grund liegt der Focus heutiger Suchtprävention auf der Stärkung von Schutzfaktoren wie Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein, damit Kinder später, wenn sie mit Suchtmitteln in Kontakt kommen, auf diese verzichten können. Ausgestattet mit einem gesunden Selbstbewußtsein, mit ausgeprägter Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sind sie zudem eher in der Lage, auch unter Gruppendruck "Nein" zu Alkohol, Zigaretten und anderen Suchtmitteln zu sagen. Wenn Kinder lernen, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen, sich mitzuteilen, nach Mißerfolgen wieder einen neuen Anlauf zu nehmen und mit Problemen konstruktiv umzugehen, ihren Platz in der Gruppe zu finden und selbsttätig eigene Ziele zu verfolgen, kurz: wenn sie Lebenskompetenz entwickeln, verfügen sie über gute Startvoraussetzungen für ein suchtfreies Leben.
Diese Fähigkeiten, die in der Fachdiskussion unter dem Schlagwort "Lebenskompetenzförderung" zusammengefaßt sind, werden Kindern im alltäglichen Leben vermittelt. Damit sie eine starke Persönlichkeit entwickeln können, brauchen sie Freiräume, in denen sie ihre Möglichkeiten und Grenzen erfahren, eigeninitiativ Lösungen für auftretende Probleme finden können und mit Schwächen und Ängsten umzugehen lernen. Wenn sie zudem Vertrauen und Rückhalt in sozialen Beziehungen finden, werden sie in die Lage versetzt, Schritt für Schritt den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Großeltern, Trainer im Sportverein, alle, die Verantwortung für Kinder tragen, können in ihrem alltäglichen Erziehunghandeln einen wichtigen Beitrag zu einer umfassenden Suchtvorbeugung leisten.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vertritt diesen modernen Ansatz der Suchtprävention mit der Kampagne "Kinder stark machen". Über vielfältige Medien, Projekte und Fortbildungen wird das grundlegende Konzept vermittelt, daß wirksame Suchtprävention im Kindesalter beginnen muß, aus vielen kleinen Schritten besteht und sich nicht auf Warnungen vor Drogen mit Eintritt in das Jugendalter beschränken darf.
Worin liegt der suchtpräventive Charakter von "Tobi und die Stadtparkkids"?
Die Serie "Tobi und die Stadtparkkids" bietet eine Fülle alltäglicher Situationen, die Kindern im Grundschulalter sehr vertraut sind. In einer Clique von weiblichen und männlichen SerienprotagonistInnen, wie der schüchternen Melanie, der sehr temperamentvollen Kiki, dem verschlagenen, aber interessanten Matze, dem eher zurückhaltenden Moppel und dem coolen Ekki sowie dem auf Ausgleich bedachten Tobi, wird jedes Grundschulkind "seine Serienfigur" oder prototypische Verhaltensweisen, die es von sich selbst kennt, wiederfinden. Entsprechend hoch wird die Aufmerksamkeit sein, wenn Konflikte und Erlebnisse dargestellt werden, die viele Identifikationsmöglichkeiten erlauben. Wie geht die schüchteren Melanie damit um, wenn ihr komponiertes Lied belacht wird? Welche Rolle spielen die Freunde dabei? Wie reagiert Kiki, wenn sie mal wieder übers Ziel hinausgeschossen ist und andere gegen sich aufgebracht hat? Wie richtet Moppel sich innerlich wieder auf, wenn seine Sympathie- und Zuneigungsbekundungen bei Kiki zunächst auf Ablehnung stoßen oder gar belacht werden? Die Serie ist an das alltägliche Erleben von Kindern angelehnt, so daß sie sich an Situationen in ihrer eigenen Clique oder in der Schule erinnert fühlen können, wenn sie die Verstrickungen und Lösungstrategien der Serienfiguren verfolgen.
Damit werden auch hilfreiche Gesprächsanlässe unter Freunden, mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern geboten. Die Serie bestärkt Kinder darin, ihren "eigenen Kopf zu haben", aber dabei auch die Interessen anderer nicht aus dem Blick zu verlieren. Die authentischen, "trendigen" Serienfiguren stellen für Kinder sympathische, aber vor allem erreichbare und realistische Identifikationsfiguren dar, weil sie mal schwach und ängstlich sind und manchmal regelrecht über sich hinauswachsen können.
Der Focus der Serie liegt entsprechend der jungen Zielgruppe auf der Vermittlung von Strategien der Lebensbewältigung. Alkohol, Tabak und Anspielungen auf leistungsteigernde Mittel finden insofern Bachtung, als sie als untaugliche Problemlöser oder Mittel der Selbstinszenierung enttarnt werden.
Suchtprävention bedient sich in der Serie "Tobi und die Stadtparkkids" spielerischer und unterhaltsamer Formen der Vermittlung und knüpft damit an den Sehgewohnheiten von Kindern an. Über diesen unverkrampften Zugang wird intendiert, daß die suchtpräventiven Botschaften möglichst nachhaltig angenommen werden. Die in die Handlung eingebetteten Songs, die die Inhalte der Serie noch einmal musikalisch aufgreifen, verstärken den "Mitmacheffekt", indem sie dazu einladen, den Refrain abschließend mitzusingen.
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